Beste Pflanzzeit für Gehölze, Blumenzwiebeln, Stauden:

Jetzt ist Herbst und der Garten
verträgt eine Umgestaltung


Auch wenn es im September noch warme Tage geben kann: für Meteorologen und Pflanzenwelt hat der Herbst begonnen. Was heißt das für Gartenliebhaber? Es ist Zeit zum Um- und Neupflanzen! September, Oktober und November sind nämlich mindestens ebenso dafür geeignet wie das Frühjahr.

Heute scheint es manchmal so, als sei diese Tatsache in Vergessenheit geraten.  Gehölze mit nackten Wurzeln wurden früher fast nur im Herbst gesetzt, um in der kühleren Jahreshälfte kräftig Fuß zu fassen. Empfindliche Rosen wurden vor Frostschäden bewahrt, indem man sie an der Veredelungsstelle anhäufelte oder tiefer einpflanzte. Außerdem war der Schutz mit aufgelegtem Fichten- und Tannenreisig üblich. Und Blumenzwiebeln? Alles, was im Frühjahr blüht, sollte unbedingt im Herbst in die Erde gebracht werden. Beide  –  die wurzelnackten Bäume und Sträucher wie auch die Blumenzwiebeln in ihren Tüten  –  sind erheblich preiswerter als vorgezogene Pflanzen in Kunststofftöpfen.  Solche Containerware ist praktisch, weil man sie das ganze Jahr über setzen kann, aber deutlich teurer. Nutzen wir doch die Chance, jetzt für wenig Geld zu einem üppigen Frühjahrsgarten zu kommen!

Auch im März und April lässt sich vieles einpflanzen, aber gerade bei Gehölzen sind Aufwand und Risiko viel größer.  Für eine Hecke beispielsweise sind zahlreiche Sträucher nötig. Die preiswertere Ware ohne Topf oder Ballen hat um diese Jahreszeit oft große Probleme, anzuwachsen. Da heißt es, täglich gießen, auch bei Regenwetter. Kommen dann noch, wie in den letzten Jahren häufig, wochenlange Dürreperioden hinzu, sind Ausfälle kaum zu vermeiden. Trotzdem wird heute das Frühjahr als Hauptpflanzperiode propagiert. Dank der Topfpflanzen ist dies auch möglich und sicher für Produzenten wie für Gartencenter finanziell lohnender. Zudem entfallen in den Betrieben Lagerfläche und Arbeitsaufwand für Unterbringung und Pflege der traditionellen Baumschulware. Den Raum, der ursprünglich für Pflanzen gebraucht wurde, nutzen die Anbieter heute im Herbst lieber für Dekowaren aller Art. Die brauchen keinerlei Pflege und bringen mehr Verdienst.

Fröstelnde „Wackelkandidaten“
haben besseren Start im Frühjahr


Wie kam es zu dieser Entwicklung? Die Kunden trugen dazu bei. Viele glauben, für die jungen Pflanzen werde es in den Wintermonaten „zu kalt“. Handelt es sich um zuverlässig winterharte Arten, besteht jedoch kein Anlass zur Sorge. Lediglich den „Wackelkandidaten“ wie nicht ganz zuverlässig winterharten Fuchsien zum Beispiel sollte man beim Einwurzeln die mitteleuropäischen Tiefsttemperaturen ersparen. Dafür lassen sich so hübsche Dauerblüher problemlos in einen Topf setzen und kühl und frostfrei überwintern (für den Fall, dass Sie einer besonders attraktiven „Fuchsia“ im Herbst begegnen sollten). Im Frühjahr zieht sie in den Garten um und hat bis zum nächsten Winter alle Zeit, um sicher einzuwachsen.
Wenn Sie im September Lust bekommen sollten, Gartenbeete, Balkon oder Terrasse umzugestalten, tun Sie sich keinen Zwang an. Auch Stauden können jetzt, nach der Blüte, ausgegraben, geteilt und umgepflanzt werden.  Das Gleiche gilt für Neuerwerbungen. Es ist übrigens nie falsch, solche frisch angelegten Partien mit der guten alten Decke aus Fichtenzweigen zu belegen. Dann wird es auch bei Kahlfrost, wenn der natürliche Wintermantel aus Schnee fehlt, keine Schäden geben.

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