Mit Heuchera kommt Farbe in Gehölzrand-Beete

12.04.2013 14:24 | Blog Monika Zybon-Biermann

Blätter schmücken manchmal mehr als Blüten

Wie kommt richtig Farbe ins Beet? Nicht nur ein, zwei, drei Monate lang, sondern den ganzen Sommer über und vielleicht sogar länger? Das Patentrezept heißt Blattschmuckstauden! Wer solche Gewächse für den Garten sucht, kommt an der Gattung Heuchera nicht vorbei. Sie ist mit mindestens 37 Spezies die Artenreichste aus der Familie der Steinbrechgewächse. Ihre Heimat ist Nordamerika. Ihr populärer deutscher Name "Purpurglöckchen" passt vor allem auf Heuchera sanguinea. Die Art schmückt sich tatsächlich mit leuchtendroten Blütenständen im Frühjahr. Die in einer Schirmtraube zusammenstehenden, zarten Rispen, kommen ansonsten auch weiß und rosa, als "Silberglöckchen" daher. Sie bilden einen attraktiven Kontrast zu den in einer grundständigen, bodennahen Rosette zusammenstehenden Blättern, die meist wintergrün sind.

Kritisch betrachtet, sind die Blüten allerdings bescheiden. Die kompakten, nieren- oder herzförmigen, oft gelappten Blätter dagegen sind Blickfang in jedem Beet. In den letzten Jahren eifriger Züchtung ist ihr Farbenspektrum explodiert: Bronzebraun, Purpur, Orange, Grün- und Gelbtöne stehen zur Auswahl.

Bunte Ränder für Beete im Halbschatten und neuerdings auch in der Sonne

Die im Schnitt zwischen 30 und 40 Zentimeter hohen Zuchtformen eignen sich vor allem als Randbepflanzung im Vordergrund. Betrachtet man die natürlich in USA und Mexiko vorkommenden Arten, so schwankt die Wuchshöhe dagegen von nur drei bis über 100 Zentimeter. Sie mögen Halbschatten und fühlen sich am Gehölzrand, also in der Nähe von Hecken und Strauchwerk zu Hause. Vor allem die gelbblättrigen Sorten tun sich in heißer Mittagssonne schwer; die Rotlaubigen dagegen ertragen hellere Standorte. Viele der neuen Sorten fühlen sich auch in der Sonne wohl.

Der botanische Name des Purpurglöckchens Heuchera geht übrigens auf den aus Wittenberg stammenden Johann Heinrich von Heucher zurück. Der Leibarzt von Sachsenkönig August dem Starken lebte im ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhundert. Neben der Medizin widmete er sich auch anderen Wissenschaften, vor allem der Botanik.

Was hätte er über die neuesten Hybriden gestaunt, zum Beispiel über Heuchera 'Fire Chief'. 30 Zentimeter hoch wird die Staude mit weinrotem Laub und rosa-weißen Blütenschleiern von Mai bis August über dunklen Trieben.

 

 

 

'Lime Marmalade' dagegen erhebt ihre weißen Blütenstände von Mai bis Juli über gelbgrüne, gekräuseltes Blattwerk. Rüschenblätter – das ist wirklich ausgefallen an dieser nagelneuen Sorte. Sie wird bis zu 40 Zentimeter hoch.



'Peach Flambé' ist eine spektakuläre Erscheinung mit Laub in hellem Orange, über dem von Mai bis Juli weiße Blütchen erscheinen. Auch diese Hybride wird 40 Zentimeter hoch.

 

 

Die Farbschattierungen des Bernsteins von Ockergelb und Braun mit einem Hauch von Orange sind in den Blättern der 30 Zentimeter hohen Heuchera villosa 'Caramel' zu finden. Sie blüht relativ spät, von Juni bis August.

Was sollte man beachten, damit diese Schmuckstücke gut über den Winter kommen? Der Frost allein macht Purpurglöckchen nicht viel aus. Aber nass mögen sie es nicht, wenn es kalt wird. Da geht es ihnen wie uns: sie kriegen Schnupfen…

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