Echinacea: der Star unter den Korbblütlern inspiriert Züchter immer wieder neu

24.04.2013 16:46 | Blog Monika Zybon-Biermann

Als Europäer in Amerika mit der dortigen Pflanzenwelt konfrontiert wurden und erstmals Sonnenhüte sahen, waren sie tief beeindruckt. So große Blüten in leuchtenden Farben waren in der heimischen Natur kaum zu entdecken. Dass die Korbblütler mit dem botanischen Namen Echinacea auch in der traditionellen Medizin der Ureinwohner einen hohen Stellenwert genossen, mag zur Begeisterung beigetragen haben. Auch wenn wir uns heute unsere Echinacea-Mittelchen vorsichtshalber aus der Apotheke holen: Sonnenhüte müssen wir im Garten haben – einfach deswegen, weil sie ein einzigartiger Schmuck im sommerlichen Staudenbeet sind, so wie die Kopfbedeckungen englischer Ladies beim Pferderennen in Ascot.

Ihr botanischer Name kommt vom griechischen "echinos" (Seeigel). Stachelig und rund wirken die Blütenköpfe in der Mitte mit ihren spitz zulaufenden Spreublättern, ein typisches Merkmal der Gattung, das ihr ihren zweiten deutschen Namen "Igelkopf" eingetragen hat. Leute, die's genau nehmen, nennen sie auch "Scheinsonnenhut", weil eine weitere nordamerikanische Schmuckstaude, Rudbeckia, bereits zum wahren Sonnenhut erklärt wurde.

Die Namensvielfalt passt zur genetischen Vielfalt: Außer in Blau gibt es Blüten in allen Formen und Farben, sogar in Grün, irritierend und faszinierend gleichermaßen. Jedes Jahr erscheinen neue Sorten und wecken Begehrlichkeit bei Gartenfreunden. Manchmal gibt es Enttäuschungen, das soll nicht verschwiegen werden. Was lässt sich also tun, damit die wunderbare Echinacea-Neuheit den Winter überlebt? Die Bodenansprüche der prächtigen Nordamerikanerin sind schnell aufgezählt: ein (am besten mit Kompost gedüngter) nährstoffreicher Boden in sonniger Lage, der im Sommer nicht austrocknet, aber durchlässig genug ist, um Winternässe zu vermeiden. Nasse Füße bei kalten Temperaturen bekommen ihr nicht. Da geht es ihr genau wie den GärtnerInnen.
 

Nicht zu trocken im Sommer und im Winter kalte Füße vermeiden

Angesichts der riesigen Anzahl neuer Züchtungen ist es kein Wunder, dass der Arbeitskreis Staudensichtung sich derzeit mit der Gartenwürdigkeit von 40 Echinacea-Arten und Sorten beschäftigt. Dieses aus neutralen Fachleuten bestehende Gremium unter der Regie der Fachhochschule Weihenstephan testet Sonnenhüte an verschiedenen Orten Deutschlands, der Schweiz und Österreich. 2015 werden die Ergebnisse veröffentlicht. Bis dahin lassen sich Liebhaber schöner Stauden trotzdem von der unwiderstehlichen Optik der amerikanischen Korbblütler verführen. Es geht nichts über das Ausprobieren im eigenen Garten.

Gleich ein ganzes Farbspiel bietet die nagelneue Echinacea 'Cheyenne Spirit'. Die Blüte changiert in Orange, Gelb und Rosa wie ein Becher Frucht- und Vanilleeis. Was die Medizinmänner der Cheyenne wohl zur Metamorphose ihrer alten Heilpflanze sagen würden? Das blumige Schauspiel findet von Juli bis September in 70 Zentimetern Höhe statt.

'Daydream' ist ein besonders lange, von Juni bis September blühendes Igelköpfchen in fröhlichem Goldgelb und wird 60 Zentimeter hoch. 'Fatal Attraction' setzt von Juli bis September rosarote Sonnenhüte in 75 Zentimetern Höhe auf.

Echinacea purpurea 'Hot Sommer' trägt den Namen zu Recht: Heißes Rotorange kennzeichnet die Blüten der mit 55 Zentimetern relativ niedrigen Sorte. 'Purity' (Reinheit, Sauberkeit) kommt mit großen weißen Blüten daher, was sonst. Rein weiße Korbblütler haben wir in Europas Natur auch, aber so elegant wie dieser kompakte, 60 Zentimeter hohe Sonnenhut mit typischer Silhouette kriegt die Wiesenmargerite ihren Auftritt nicht hin.

'Tiki Torch'
leuchtet Orange von Juli bis September und das in 80 Zentimetern Höhe auf festen Stielen. 'Tomato Soup's Hüte erscheinen in 70 Zentimetern Höhe von Juli bis September und sind tatsächlich leuchtend tomatenrot.

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